Urlaubsfeeling im Wohnzimmer – einfach mit Palmen!
Draußen regieren Regen, Eis und Schnee – aber drinnen verbreiten unsere Zimmerpflanzen ein Feeling von Urlaub am fernen Meer. Mit pflegeleichten Bergpalmen, robusten Yucca Palmen, Phoenixpalmen (auch Dattelpalmen genannt) oder einem extravaganten Elefantenfuß fühlt sich der Winter gleich viel besser an.
Beginnen wir mit letzterem, dem aus Mexiko stammenden Elefantenfuß (beaucarnea recurvata), der auch als Wasserpalme oder Flaschenfuß bekannt ist. Bei ihr sticht sofort der flaschenförmige, verholzte Stamm ins Auge, der in freier „Wildbahn“ als Wasserspeicher dient. Daraus wachsen ein paar wedelförmig angeordnete, schmale Blätter. Er sollte im Winter nicht gerade am sonnigsten Südfenster stehen, sondern besser im kühleren Flur oder im Treppenhaus, wo er auch als sensationeller Blickfang für die Gäste dient. Ansonsten ist der Elefantenfuß total unproblematisch – braucht wenig Wasser und nur hin und wieder etwas Dünger. Auch umgetopft muss die Pflanze nur alle paar Jahre einmal werden.
Kommen wir zur Phönixpalme (z. B. Phoenix canariensis), wie sie in zahlreichen Wohnzimmern Mitteleuropas zu finden ist. Dekorativ und bis zu einer Höhe von maximal zwei Metern langsam wachsend besitzt sie einen dicken Stamm und fast einen Meter lange, blaugrüne Wedel. Auch sie liebt es im Winter eher kühl und benötigt in den kalten Monaten wenig Wasser und Dünger – ideal für alle, die sich an Palmen erfreuen, aber keine Arbeit damit haben wollen.
Yucca Palmen finden sich in fast jedem Haushalt, der Zimmerpflanzen als Mitbewohner toleriert. Es gibt kaum anderes Grün, das – ob klein oder groß – so einfach zu behandeln ist: Einmal pro Woche gießen reicht völlig, für jedes Düngestäbchen in der Erde sagt die Pflanze (die eigentlich ein Spargelgewächs und gar keine Palme ist!) mit neuen Blättern „Dankeschön!“ und fühlt sich auch in kleinen Töpfen palmen-pudelwohl. Yuccas gedeihen fast wie von selbst und vertragen sowohl hohe als auch kühle Temperaturen. Dabei halten sie im Winter sogar an lichtärmeren Standorten unbeirrt die Stellung.
Bleibt die Bergpalme (Chamaedorea elegans), die während der winterlichen Indoorzeit auch gerne Stängel mit gelben Kügelchen als Früchte produziert. Auch sie ist sehr pflegeleicht und ist wegen der unproblematischen Haltung die meistverkaufte Zimmerpalme überhaupt. Sie verträgt auch einen relativ dunklen Standort, trockene Luft und sogar den einen oder anderen Gießfehler – aber natürlich freut sie sich, wenn sie hin und wieder mit lauwarmem, abgestandenem Wasser besprüht wird!
Für alle diese Pflanzen gilt: Sie bieten uns maximalen ästhetischen Pflanzengenuss mit Urlaubsfeeling und brauchen minimalen Pflegeaufwand. Selbst, wenn durch zu trockene Luft Spinnmilben oder Wollläuse um sich greifen, bleiben die meisten Palmen verschont bzw. reagieren schnell auf Anti-Schädlingssticks.
Wer diese Palmen zum Absterben bringt, hat keine Wahl – da bleiben dann nur noch künstliche Pflanzen für das winterliche Sommerfeeling in den eigenen vier Wänden!
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