Primeln – der Frühling treibt es schon jetzt bunt!
Primeln mögen die Wärme gar nicht. Je kühler es ist, desto besser gedeihen sie, desto mehr öffnen sich Knospen und Blüten. Daher sind Zimmer, die nicht beheizt sind, oder ein Wintergarten für die Primeln ideal. Und wenn es draußen nicht mehr als drei Grad minus hat, dürfen sie auch schon ins Freie – z. B. als Frühlingsboten vor die Eingangstür!
Es gibt sie als gefüllte Blüten oder einfach und in Weiß, Rot, Orange, Violett, Blau, mehrfärbig und in Gelb. Wer an einer Ansammlung Primeln vorbei geht und schnuppert, fühlt sich in den Frühling versetzt. Aber nur die gelben und orangefarbenen Primeln duften. Dabei kommen die „Erstlingsblumen“ (Primula) ursprünglich aus China, Myanmar und dem nördlichen indischen Subkontinent – haben aber längt den Siegeszug durch ganz Europa angetreten. Vor allem den englischen Züchtern verdanken wir an die 500 Arten insgesamt.
Was sie nicht ausstehen können, ist Staunässe und Trockenheit. Da lassen Primeln ganz schnell die Blütenköpfe hängen, das Laub wird matt und gelb und die Pflanze geht ein. Auch grelle Mittagssonne ist nicht Sache der Primeln, einen hellen Standplatz wollen sie trotzdem. Klingt kompliziert, ist es aber nicht – immer erst mit dem Finger probieren, ob die Erde im Töpfchen noch feucht ist und dann erst gießen. So treiben die bunten Frühlingsblumen wochenlang immer neue Knospen und blühen munter vor sich hin.
Sind sie abgeblüht, setzt man sie am besten in die Wiese oder in den Garten ein – passt der Platz, kommen sie Jahr für Jahr wieder und erfreuen in milden Wintern schon im Dezember mit ihrer Pracht. Aber egal, welche Farbe sie ursprünglich beim Kauf hatten: Mit der Zeit entwickeln sich die Primeln zu ihrer Urfassung zurück und werden wieder gelb. Oft verschwinden andersfarbige Primeln aber auch, weil sie es – im Gegensatz zur gelben Verwandten – im Freien nicht geschafft haben. Meist entsteht über die Jahre aber ein wildes Beet, das die grüne Wiese mit gelben Tupfern übersät, denn Primeln vermehren sich ganz einfach von selber weiter.
Vorsicht ist beim Aussetzen am Anfang trotzdem für alle Farben und Arten angesagt, da die gekauften Pflanzen anfangs selten frosthart sind. Am besten, man akklimatisiert sie zuerst an einem geschützten Platz, bevor man sie in die freie Erde entlässt.
Primeln, die im Freien wachsen, kann man übrigens auch essen, indem man sie als bunte Farbtupfer dem Salat beigibt. Nur von den gezüchteten aus den Gartencentern sollte man eher die Finger lassen, sind sie doch häufig mit Chemie in Berührung gekommen.
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